Betriebshaftpflichtversicherung für Selbstständige

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist dafür gedacht, dass Ansprüche Dritter an das Unternehmen gedeckt oder abgewiesen werden, je nach rechtlichem Anspruch.

Das Unternehmen ist damit ebenso als juristische Person geschützt, wie die Mitarbeiter der Firma.

Es werden also die Haftpflichtrisiken eines Unternehmens gedeckt, aber auch die des Gewerbetreibenden.

Der Versicherungsschutz umfasst zum einen die Freistellung des Versicherungsnehmers von Ansprüchen Dritter, wenn diese begründet sind.
Des Weiteren wird geprüft, ob ein Anspruch überhaupt besteht und wenn nicht wird dieser abgewehrt. Damit kann die Betriebshaftpflichtversicherung auch als passive Rechtsschutzversicherung gesehen werden.

Die Kosten, die für die Prüfung des jeweiligen Falles berechnet werden sowie die Kosten für den Rechtsschutz muss in Deutschland der Versicherer tragen, wobei die vereinbarte Versicherungssumme keine Rolle spielt.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich aber nur auf den Ersatz eines Schadens.
Geht es um die fehlende Erfüllung eines Vertrags oder die Unterlassung bestimmter Handlungen, so greift der Schutz der Betriebshaftpflichtversicherung nicht.

Die Leistungen bezieht der Anspruchsteller, sie werden nicht über den Versicherungsnehmer geleitet.

 

Mitarbeiter sind in Ihrer Tätigkeit mitversichert

Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit über die Betriebshaftpflichtversicherung versichert.

Für die Freizeit gilt diese Versicherung aber natürlich nicht. Versicherte können aber untereinander keine Ansprüche stellen, die über die Betriebshaftpflichtversicherung gedeckt werden sollen.

Die Rechtsverhältnisse und Eigenschaften, die beim Abschluss des Vertrages angegeben werden, sind am Ende auch versichert. Treten neue Verhältnisse auf, müssen diese der Versicherung gegenüber gemeldet werden, andernfalls sind sie nicht in den Leistungen inbegriffen. Es gibt einige Risiken, die nicht anerkannt werden, was bei Vertragsschluss beachtet werden sollte. Neue Risiken sind vorläufig über die Vorsorgeversicherung abgedeckt, müssen aber abschließend einbezogen werden.

Die Allgemeinen Haftpflichtbedingungen wurden zu Gunsten des Versicherten ein wenig geändert und in den Besonderen Bedingungen finden sich Hinweise auf Ein- und Ausschlüsse der Betriebshaftpflichtversicherung.
Eingeschlossen werden müssen Klauseln, die sich auf im Ausland vorkommende Schäden beziehen. Jedes Unternehmen hat einen individuellen Bedarf an Absicherung, also sollte sich der Selbstständige mit einem Makler oder Versicherungsvertreter zusammensetzen und eine zugeschnittene Versicherung ausarbeiten.

Der Vergleich mehrerer Angebote ist auch hier vor Abschluss des Vertrags zu empfehlen.

Es kann aber auch sein, dass die Betriebshaftpflichtversicherung nicht ausreichend ist, wenn die hergestellten Produkte zum Beispiel Vermögensschäden verursachen können, die in der konventionellen Betriebshaftpflichtversicherung nicht inbegriffen sind.

Dann ist eine Produkthaftpflichtversicherung nötig, auf die an anderer Stelle näher eingegangen werden soll.