Feuerversicherung für den Betrieb

Die Feuerversicherung gehört zu den Sachversicherungen und wird heute ohnehin fast nur noch im gewerblichen Bereich als eigenständige Versicherung abgeschlossen.

Sie ersetzt die Schäden, die durch ein Feuer entstanden sind, wobei für die Leistungen die üblichen Versicherungsbedingungen gelten.

Versichert sind dabei zum Beispiel Betriebsunterbrechungen, Mobilien und Immobilien.
Das Feuer muss nicht sofort als solches ausgebrochen sein, sondern es kann sich auch um einen Brand aufgrund eines Blitzschlags handeln, damit die Versicherung in Leistung tritt.

Auch eine technische Ursache kann als Auslöser in Frage kommen.

Brandstiftung

Schäden, die durch Brandstiftung aufgetreten sind, werden von der Versicherung ebenso ersetzt, wobei der Brandstifter, wenn er denn gefasst wird, in Regress genommen wird. Die Versicherung tritt allerdings nicht in Leistung, wenn herausgefunden wird, dass der Eigentümer selbst der Brandstifter war.
Das gilt auch schon, wenn nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann, dass der Eigentümer der Brandstifter war. Vom Landgericht Hamburg wurden Indizien festgelegt, die für die Annahme einer Brandstiftung durch den Eigentümer ausreichend sind.

Noch bis Juli 1994 waren in einigen Gebieten von Deutschland die Feuerversicherungen als so genannte Monopolversicherungen eingerichtet.

Bei der Badischen Feuerversicherung zum Beispiel waren alle Gebäude zwangsversichert. Geschützt waren die Gebäude dabei nicht nur vor Feuer, sondern auch vor Elementarschäden. Dazu zählen etwa Hochwasser oder Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Lawinendruck. Auch in der ehemaligen DDR gab es eine solche Monopolgebäudeversicherung. In Deutschland und auch in Österreich ist es üblich, dass ein Prozent der Versicherungsprämie, die der Versicherte jährlich zahlen muss, an den Staat gehen, was als Feuerschutzsteuer ausgelegt wird.

Heute gibt es nur noch wenige Anbieter für Feuerversicherungen in Deutschland, diese haben sich genau auf diese Art von Versicherungen spezialisiert.

Wohngebäudeversicherung für Privatpersonen

Für Privatpersonen haben diese Feuerversicherungen keine Bedeutung mehr, denn die Leistungen sind meist in der normalen Wohngebäudeversicherung enthalten beziehungsweise kann diese dahingehend gestaltet werden.

Wenn Sie als Selbstständiger Hauseigentümer sind, ist die Wohngebäudeversicherung ohnehin zu empfehlen. Hier wird eine integrierte Feuerversicherung angeboten.

Die Leistungen beziehen sich dabei auf die Kosten, die ein Einsatz der Feuerwehr verursachen würde, auf Schäden durch Löschwasser, auf Ersatzleistungen für Mobilien, die durch den Brand geschädigt wurden, auf Kosten für die Renovierung, auf Aufräumkosten und auf Abbrucharbeiten.

Auch die Kosten für eine notwendige Unterbringung in einem Hotel werden von der Versicherung übernommen.

Gerade zu Beginn der selbstständigen Tätigkeit, sofern diese in einem eigenen Haus aufgenommen wird, sollte über den Abschluss der Feuerversicherung nachgedacht werden, wenn bereits eine Gebäudeversicherung vorhanden ist.

Es kann günstiger sein, diese Versicherung entsprechend anzupassen.
Je nach Leistungsangebot der Versicherung kann ein Wechsel zu einem anderen Versicherer sinnvoll sein, beziehungsweise später der Abschluss der speziellen Feuerversicherung.