Gesetzliche Krankenversicherung für Selbststständige

Ein Selbstständiger hat die Wahl, ob er sich freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichern lassen möchte.

Er muss aber eine Krankenversicherung vorweisen können, denn in Deutschland gibt es die Pflicht dazu.
Die gesetzliche Krankenversicherung kann für einen Selbstständigen weitaus günstiger sein, als die private Krankenversicherung, vor allem, wenn eine Familie mit dranhängt.

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Ehepartner und Kinder können mitversichert werden

Denn das Angebot der Familienversicherung, bei der Ehepartner und Kinder – sofern sie ohne eigenes Einkommen sind – kostenfrei mitversichert werden können, gibt es nun einmal nur bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Zudem ist bei der gesetzlichen Kasse keine Voruntersuchung nötig, die Versicherer lehnen niemanden ab oder bieten nur den Grundtarif, weil jemand bestimmte Vorerkrankungen mitbringt.




Bis Ende 2008 musste sich ein Selbstständiger, der Krankentagegeld bekommen wollte, für diesen Fall extra versichern.
Die Krankenkassen haben dafür Wahltarife angeboten. Inzwischen ist es aber so, dass die Kassen das Krankentagegeld ab der siebten Woche einer Krankschreibung wegen desselben Befundes wieder zahlen und zwar auch an Selbstständige.

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung werden nach einem festen Beitragssatz erhoben. Dieser soll ab dem 01. Januar 2011 15,5 Prozent betragen.’

Nur, wenn der Selbstständige auch diesen vollen Satz bezahlt, kann er vom Krankentagegeld profitieren. Bei geringen Einnahmen ist es möglich, den Beitragssatz senken zu lassen, wofür ein Antrag gestellt werden muss. Dann allerdings muss das Krankentagegeld über die Wahl eines Zusatztarifes abgesichert werden.

Die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung werden ab dem Zeitpunkt des Beginns der selbstständigen Tätigkeit berechnet, also auch rückwirkend. Dafür müssen zum Beispiel in Zeiten von Mutterschutz oder Elternzeit, wenn also Leistungen anderer Träger bezogen werden, keine Beiträge gezahlt werden.

Vorteile für den Selbstständigen bei der gesetzlichen Kasse

Für den Selbstständigen hat die Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung einen großen Vorteil:

Er muss nicht in Vorleistung gehen, wie das bei der Privaten Krankenversicherung der Fall sein kann.
Denn hier rechnen Leistungsträger und Leistungserbringer – also Arzt und Krankenversicherung – direkt ab. Der Patient muss nur die Praxisgebühr zahlen sowie eventuell die Zuzahlung zu Medikamenten leisten.

Die Leistungen der privaten Krankenversicherung können durch private Zusatztarife ergänzt werden.

Es gibt inzwischen sogar Krankenkassen, die die Zusatzleistungen, die bisher durch private Anbieter offeriert wurden, inzwischen selbst anbieten, was den Vorteil hat, dass alle Leistungen aus einer Hand zu beziehen sind.