Gesetzliche Pflegeversicherung für Selbstständige

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist ebenso wie die Krankenversicherung vor kurzer Zeit zur Pflicht erhoben worden.

Abgeschlossen wird die Pflegeversicherung in der Regel bei dem Anbieter, bei dem auch die Krankenversicherung besteht, es ist aber auch möglich, zwei getrennte Anbieter zu wählen.
Die Beiträge für Selbstständige betragen momentan 1,95 Prozent, wobei hier das Einkommen zu Grunde gelegt wird.
Für Personen, die kinderlos sind fällt ein zusätzlicher Beitrag von 0,25 Prozent an, allerdings nicht für diejenigen, die vor 1940 geboren wurden.

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt die Zahlungen von Renten und trägt die Pflegekosten, wenn der Versicherte in eine entsprechende Pflegestufe eingruppiert wird.

Diese Pflegestufen gehen von eins bis drei und je nach Hilfsbedürftigkeit wird der Versicherte hier eingestuft.

Dafür ist ein formloser Antrag auf Inanspruchnahme der Pflegeversicherung nötig, es werden dann anschließend von der Pflegekasse Formulare geschickt, die bei der Einstufung helfen sollen.

Nach eingehender Prüfung der Angaben wird die Einstufung vorgenommen und der Pflegebedürftige bekommt sein Geld, ebenso wie der Pflegende eine Entschädigung bekommt. Die Inanspruchnahme der Pflegeversicherung entbindet übrigens nicht von der weiteren Zahlung der Beiträge.

Häusliche Pfleg oder stationäre/teilstationäre Pflege

Eingeteilt wird in die häusliche Pflege, die teilstationäre und die stationäre Pflege. Bei Stufe II, der teilstationären Pflege, wird eine Überprüfung der Gegebenheiten vorgenommen, wenn der Versicherte zum Beispiel in ein Pflegeheim gehen soll.
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Bei Stufe III stellt sich diese Frage nicht, hier wird automatisch von der Notwendigkeit der stationären Pflege in einem Heim ausgegangen und die Kosten für den Heimplatz werden von der Pflegeversicherung direkt an das Heim gezahlt.

Bei häuslicher Pflege werden dem Pflegebedürftigen die Zahlungen für eine selbst beschaffte Pflegeperson gewährt. Die Pflege kann auch durch Angehörige vorgenommen werden. Möglich ist zudem die Inanspruchnahme des ambulanten Pflegedienstes oder eine Kombination aus beiden Varianten.

Bei der teilstationären Pflege werden die Leistungen für die Tages- oder Nachtpflege erbracht, bei einer Unterbringung im Heim die Leistungen für eine Dauerpflege.
Die Leistungen dürfen befristet werden – maximal auf drei Jahre – wenn abzusehen ist, dass die Pflegebedürftigkeit nur vorübergehend ist. Hier muss eine entsprechende Einschätzung durch den medizinischen Dienst vorliegen.