Gesetzliche Unfallversicherung für Selbstständige

Die gesetzliche Unfallversicherung ist eine Pflicht für jeden Arbeitnehmer.


Für den Selbstständigen gilt das nicht, allerdings kann und sollte er sich gegen Unfälle und Berufskrankheiten gesetzlich versichern lassen.

Der Selbstständige muss sich dann freiwillig anmelden, was dezentral über die Berufsgenossenschaft  geschieht.

Welche Berufsgenossenschaft zuständig ist, erfährt der Gewerbetreibende bzw. Selbstständige bei seiner jeweiligen Kammer oder bei der DGUV in Berlin.
Der Unternehmer muss sich also die Berufsgenossenschaft suchen, die zu seiner Tätigkeit passt und dort die freiwillige Mitgliedschaft beantragen.

Die Beiträge, die zur gesetzlichen Unfallversicherung zu zahlen sind, sind auf einem festen Niveau und das bietet ein gewisses Maß an Planungssicherheit.

Die Leistungen sind staatlich abgesichert und können nicht einfach eingeschränkt werden.

Der Selbstständige kann seinen Versicherungsbeitrag frei wählen, damit wird die Höhe der monatlich zu zahlenden Beiträge bestimmt. Auch die mögliche Versicherung im Schadensfall wird damit geregelt.
Das Risiko, das die jeweilige Berufsgruppe mit sich bringt, wird in die Kalkulation des Beitrags einbezogen. Das heißt, jemand, der einen Beruf mit hohem Risiko ausübt, muss auch einen höheren Beitrag zahlen.


Nur Unfälle in Ausübung der Selbstständigkeit sind abgesichert

Versichert sind über die gesetzliche Unfallversicherung Unfälle, die im Zusammenhang mit der Ausübung des Berufes stehen.
Das heißt, wenn ein Unfall direkt bei der Arbeit passiert, ist der Selbstständige versichert, ebenso, wenn er eine Unfall auf dem Weg zur Arbeit oder von dieser erleidet. Berufskrankheiten sind ebenfalls versichert, sie müssen aber als solche in der Berufskrankheiten-Verordnung gelistet sein. Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung beziehen sich auf die Behandlungskosten, die Reha-Maßnahmen, Schadensersatz und reichen bis hin zu einer monatlichen Rente.

Private Unfallversicherung ist eine gute Alternative

Wer als Selbstständiger bereits über eine private Unfallversicherung verfügt, sollte vor dem Abschluss der gesetzlichen Unfallversicherung seine Police überprüfen, ob ein Abschluss der gesetzlichen Versicherung überhaupt noch nötig und sinnvoll ist.

Wer aber noch nicht über eine private Unfallversicherung verfügt, sollte auf jeden Fall den Abschluss der gesetzlichen Versicherung in Erwägung ziehen.

Denn die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gehört zu den wichtigsten Punkten, die schon zu Beginn der unternehmerischen Tätigkeit geregelt werden sollten.

Eher noch kann die private Unfallversicherung eine Zeitlang warten und erst später abgeschlossen werden.