Kapitallebensversicherung für Selbstständige

Die Kapitallebensversicherung genießt unter den deutschen Bürgern ein hohes Ansehen, was auch kein Wunder bei der positiven Darstellung der Versicherung in der Öffentlichkeit durch die Versicherungsanbieter ist.

Sie wird als die ideale Möglichkeit für Familie und Alter vorzusorgen, hingestellt.

 

Werden Sie jetzt für Ihre Altersvorsorge aktiv

Die Renditen sind aber in der Realität weitaus weniger attraktiv, als sie von den Anbietern beworben werden und die angepriesenen Steuervorteile können gar nicht von allen Bürgern in Anspruch genommen werden.

Kapitallebensversicherung für Selbstständige

Bei der Kapitallebensversicherung hat der Versicherungsnehmer die Wahl, ob er sich den angesparten Betrag am Ende der Laufzeit als Summe oder in monatlichen Raten auszahlen lassen möchte.
Dies kann auch noch während der Laufzeit des Vertrags vereinbart werden.
Stirbt der Versicherte noch bevor die Lebensversicherung in Anspruch genommen werden konnte, so bekommen die Hinterbliebenen das Kapital ausgezahlt, wobei sie auch die Überschussbeteiligung bekommen.

 

Zinsen der Lebensversicherung

Verzinst wird nur der eigentliche Sparanteil, das sind je nach Anbieter zwischen 60 und 70 Prozent der eingezahlten Summe. Von dem Rest werden Verwaltungs- und Abschlussgebühren gezahlt. Nur wenige Versicherungen bieten eine Aufschlüsselung der Verwendung der Beiträge an, die deutschen Versicherer sind dazu nicht verpflichtet.

Wichtig zu wissen ist in dem Zusammenhang, dass viele Assekuranzen die Kosten auf mehrere Jahre verteilen.
Das heißt, der Sparanteil ist in diesen Jahren immer gering und bei einem frühzeitigen Verkauf der Versicherung bleibt nur ein geringer Rückkaufswert übrig. Der Versicherte macht einen enormen Verlust.

 

Überschussanteil der Lebensversicherung

Der Überschussanteil ist zudem nicht garantiert, denn niemand kann voraussehen, wie sich die Zinsen und die Börse entwickeln werden.

Kursrückgänge führen dazu, dass der Kunde eben keine Überschussanteile bekommt beziehungsweise dass diese nur reduziert ausgezahlt werden.

Als unterste Grenze für die Versicherungssumme gelten 50.000 Euro, besser sind 100.000 Euro.
Es muss davon ausgegangen werden, dass beim Tod des Versicherungsnehmers die Hinterbliebenen mit dem Geld aus der Lebensversicherung versorgt sein sollen.

Das ist aber nur möglich, wenn die Versicherungssumme angemessen hoch ist. Ist das nicht der Fall, so sind die monatlichen Beiträge herausgeworfenes Geld.

Auch bei einer Auszahlung zu Lebzeiten des Versicherungsnehmers sollte die angesparte Summe so hoch ausfallen, dass es sich davon leben lässt, die monatliche Rente sollte also zum Leben reichen.