Künstlersozialkasse für Selbstständige

Die Künstlersozialkasse ist eine Möglichkeit der sozialen Versicherung für alles selbstständigen Künstler und Publizisten.

Damit soll sichergestellt werden, dass Künstler und Publizisten einen ähnlichen sozialen Schutz genießen, wie das bei einem Angestellten der Fall ist.

Lange Zeit waren diese Berufsgruppen nämlich nicht geschützt, viele schlossen gar keine gesetzliche oder private Krankenversicherung  oder Rentenversicherung ab und wurden später zum Sozialfall.

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Die Künstlersozialkasse bezuschusst die Beiträge zur privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung, Pflege- und Rentenversicherung zu rund der Hälfte.

Der Versicherte hat dabei die Wahl zwischen allen üblichen Krankenkassen, die ihm auch sonst zur Wahl stünden. Die KSK ist kein Leistungsträger in dem Sinne, sondern bezuschusst eben nur die Beiträge.
Die Gelder dafür stammen zur 20 Prozent von Geldern des Bundes, zu 30 Prozent von den Abgaben, die Unternehmen für die Verwertung künstlerischer oder publizistischer Leistungen erbringen müssen.

Höhe der Versicherungsbeiträge

Die Höhe der Beiträge zur Versicherung richtet sich nach dem Einkommen aus künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit.




Dabei muss der Versicherte kein Freiberufler sein, er kann auch als Selbstständiger tätig sein. Das Mindesteinkommen von derzeit 3900 Euro pro Jahr muss erreicht werden, ansonsten wird die KSK nicht tätig.

Eine Ausnahme bilden hier lediglich die Berufsanfänger. Sie können in den ersten drei Jahren auch unter dieser Einkommensgrenze liegen und dennoch bei der KSK versichert sein.

Die Berufsanfängerzeit verlängert sich durch bestimmte Zeiten, in denen kein Einkommen vorlag, beispielsweise durch Mutterschutz oder Elternzeit.

Die Beiträge werden durch die Künstlersozialkasse berechnet, auch die Entscheidung über die mögliche Versicherung über die KSK wird von dieser selbst getroffen.
Die eingezogenen Beiträge werden an die jeweiligen Leistungsträger in voller Höhe weitergeleitet.

Wer kann sich über die Künstlersozialkasse versichern lassen?

Es muss eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit ausgeübt werden und das in erwerbsmäßigem Sinne.

Das heißt, das erzielte Einkommen muss zur Deckung der Lebenshaltungskosten ausreichend sein. Die Tätigkeit muss auf Dauer angelegt und darf nicht nur vorübergehend sein.

Außerdem muss sie im Wesentlichen im Inland ausgeübt werden.

Wer als Unternehmer tätig ist und mehr als einen Arbeitnehmer beschäftigt, kann die Leistungen der KSK nicht mehr in Anspruch nehmen. Das gilt auch für diejenigen, die die oben bereits erwähnte Mindesteinkommensgrenze nicht erreichen. Wer zu den versicherungsfreien Personen gehört, wird ebenfalls nicht in der Künstlersozialkasse versichert.