Pflegetagegeldversicherung

Wer als Selbstständiger arbeitet, hat sicherlich einerseits große Freiheiten.
Andererseits tragen freiberuflich Arbeitende auch alle nur möglichen Risiken vollkommen allein.

Ein ganz wesentlicher Risikofaktor ist insbesondere für selbstständige Tätige die eigene Gesundheit.

Jeder wünscht sich, gesund zu bleiben.
Aus diesem Grund wird sehr oft von vielen Selbstständigen einfach verdrängt, dass jeder jederzeit arbeitsunfähig werden kann.
Wer seine selbstständige Tätigkeit plötzlich nicht mehr arbeiten kann und zum Pflegefall wird, steht oft vor dem finanziellen Ruin.

Deshalb empfiehlt es sich, selbst vorausschauend mit dem Abschluss einer Pflegezusatzversicherung vorzusorgen und so zumindest das finanzielle Risiko im Fall der eigenen Pflegebedürftigkeit zu minimieren.

Selbstständige, die eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben, erhalten im Fall ihrer Pflegebedürftigkeit ein Pflegetagegeld. Diese Versicherung für das Pflegetagegeld ist eine freiwillige Privatversicherung.

Das zu erwartende Pflegetagegeld orientiert sich an der Pflegestufe, nicht an der Art der Pflegeleistung.
Es sind bei der privaten Versicherung für Pflegetagegeld drei Pflegestufen definiert:

1. erheblich Pflegebedürftige,
2. Schwerpflegegebedürftige,
3. Schwerstpflegebedürftige.

In der Regel ist die häufigste Pflegestufe, für die Pflegetagegeld gezahlt wird, die Pflegestufe 1. Diese Pflegestufe gilt für Personen, welche bei ihrer Ernährung, der Körperpflege sowie der Mobilität Hilfe benötigen.

Dies muss bei der Pflegestufe 1 mindestens einmal am Tag der Fall sein. Außerdem benötigen die Pflegebedürftigen mehrmals wöchentlich Hilfe im Haushalt.

 

Zwei unterschiedliche Tarife bei der Pflegetagegeldversicherung

Bei der Pflegetagegeldversicherung gibt es zwei Tarifvarianten:
zum einen eine statische, gestaffelte Variante, zum anderen modular aufgebaute, flexible Tarife.

Bei der statischen, gestaffelten Variante hat der Versicherte die Möglichkeit, nur für die Pflegestufe 3 die Höhe des Pflegetagegelds selbst zu bestimmen.
Bei den modular aufgebauten, flexiblen Tarifen legt der Versicherte selbst fest, wie hoch das Pflegetagegeld in den drei verschiedenen Pflegestufen sein soll.

Häufiger werden jedoch die statischen, gestaffelten Tarife von sich versichernden Selbstständigen in Anspruch genommen.

Die modular aufgebauten, flexiblen Tarife bieten dem Versicherungswilligen jedoch den Vorteil, dass er sie maßgeschneidert für seine eigenen Bedürfnisse festlegen kann. Das heißt, ein Versicherter, der keinen großen Wert auf die Versicherung der relativ unwahrscheinlich eintretenden Pflegestufe 3 legt, muss sich für diese nicht überversichern.

Dafür hat er die Möglichkeit, die Pflegestufe 1 umso höher zu versichern und schon in dieser ein höheres Tagegeld zu erhalten.

Wichtig ist beim Versicherungseintritt auch das Alter, denn jüngere Versicherte zahlen erheblich weniger als ältere.

In jedem Fall empfiehlt es sich, eine Pflegetagegeldversicherung abzuschließen, denn jeder weiß, wie sehr im unerwartet eintretenden unversicherten Pflegefall auch die eigenen Angehörigen sowohl emotional als auch finanziell belastet werden.