Private Pflegeversicherung für Selbstständige

Wer sich als Selbstständiger privat krankenversichern lässt, muss auch die Pflegeversicherung privat abschließen.

Das kann zum einen bei dem Anbieter geschehen, der auch die private Krankenversicherung offeriert, theoretisch ist es aber auch möglich, losgelöst von diesem eine Pflegeversicherung bei einem anderen Versicherer abzuschließen.

Die private Pflegeversicherung ist sinnvoll abzuschließen, weil die Kosten, die eine Pflege tatsächlich beansprucht, in der Regel höher liegen, als die Leistungen, die seitens der gesetzlichen Pflegekassen gewährt werden.Von den meisten Versicherten wird von dieser Möglichkeit aber nicht Gebrauch gemacht.

Die Krankenkassen bieten private Pflegeversicherungen ebenso an, wie die Assekuranzen selbst.

Die Leistungen der einzelnen Anbieter können aber sehr verschieden sein.

 

Die Pflegekostenversicherung

Es gibt zum Beispiel die Pflegekostenversicherung. Dabei wird ein festgelegter Anteil der Kosten für die Pflege durch die Versicherung getragen. Es wird kein fester Betrag versichert, sondern eben der Anteil. Das bedeutet, dass die Pflegekosten auch steigen können, der Anteil des Zuschusses erhöht sich gleichermaßen. Ein geringer Anteil, der selbst getragen werden muss, bleibt aber dennoch häufig bestehen.

Eine Alternative zur Pflegezusatzversicherung ist die Pflegerentenversicherung, die ebenfalls privat abgeschlossen werden muss.

Es werden verschiedene Leistungen verknüpft, wie zum Beispiel die Pflegeleistung mit der Rente. Hier werden häufig Lebensversicherungen eingesetzt, die mit einer Rentenzahlung verbunden sind.
Die Rentenhöhe wird bereits bei Vertragsschluss vereinbart, allerdings kann dann noch nicht feststehen, ob die gezahlte Rente für die Pflege tatsächlich ausreichend sein wird.

 

Pflegetagegeldversicherung

Zuletzt sei die Pflegetagegeldversicherung genannt. Hier wird im Fall der Pflegebedürftigkeit ein fester Tagessatz gewährt, der an die Eingruppierung in eine Pflegestufe gekoppelt ist. Den vollen Tagessatz gibt es also nur, wenn die Pflegestufe III erreicht ist. In den anderen beiden Pflegestufen muss ein bestimmter Prozentsatz erreicht werden. Es wird ebenfalls ein fester Betrag vereinbart, von dem bei Vertragsschluss nicht klar ist, ob er für die Deckung der Kosten ausreichend sein wird. Denn diese können im Laufe der Jahre steigen und werden durch den festen Tagessatz nicht kompensiert.