Zusatzkrankenversicherung bei der AOK

Als Selbstständiger sind Sie sicherlich nicht einfach nur kranken- und pflegeversichert, sondern Sie haben auch eine oder mehrere Zusatzversicherungen abgeschlossen.

Das kann zum Beispiel die Behandlung im Krankenhaus betreffen, den Zahnersatz oder auch die Reisekrankenversicherung für das Ausland. Diese wurden bislang bei einem privaten Anbieter abgeschlossen, entweder völlig getrennt von der eigenen gesetzlichen Krankenversicherung oder von dieser vermittelt, sofern sie mit einem Privatversicherer eine Kooperation hat.

Die AOK will jetzt aber einen neuen Weg gehen, für den die AOK Rheinland/Hamburg das Vorbild ist. Diese hat die Zusammenarbeit mit den privaten Anbietern vor einiger Zeit gekündigt und bietet Zusatzversicherungen selbst an.


Für die Versicherten hat das natürlich den Vorteil, dass sie nun alle Leistungen aus einer Hand erhalten können. Bislang liegt der Schwerpunkt auf der Reisekrankenversicherung. Doch es sollen auch andere Komponenten mit in das Angebot aufgenommen werden.

Hinzu kommt, dass die Angebote aus einer Hand meist noch günstiger sind, als wenn verschiedene Anbieter hinzugezogen werden.

Die Möglichkeit zum Anbieten der Zusatzkrankenversicherungen haben die AOKs durch die Reformen von Union und FDP erhalten, die dieses Geschäftsmodell jetzt nicht mehr verbieten wollen.
Die AOK geht selbstbewusst an die Sache heran und meint, dass sie die Zusatzversicherung selbst besser anbieten könne, mit einem besseren Service zu einem günstigeren Preis.

Die Entscheidung, diesen Weg zu gehen, könnte sich auch auf die Debatte rund um die Pflegeversicherung auswirken, die im nächsten Jahr entschieden werden soll.

Auch hier werden die privaten Krankenversicherungen sicherlich wieder etwas weniger glücklich sein, wenn sie den Kürzeren ziehen und nicht das alleinige Recht auf das Angebot von Zusatzversicherungen haben.