Umwelthaftpflichtversicherung

Ergänzend zur normalen betrieblichen Haftpflichtversicherung kann eine Umwelthaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Damit können Ansprüche wegen Schäden, die durch verschiedene Umweltweinwirkungen entstanden sind, abgewehrt werden.
Diese Ansprüche sind nämlich per Gesetz von der üblichen Betriebshaftpflichtversicherung ausgeschlossen.

Die Umwelthaftpflichtversicherung ist in zwei Varianten gegliedert.
Auf der einen Seite steht die Basisversicherung, die Schäden einschließt, die durch Einwirkungen auf die Umwelt entstanden sind und die von nicht umweltrelevanten Anlagen ausgehen.Dazu gehören zum Beispiel Filteranlagen, Anlagen zur Wasserbehandlung oder Produktionsanlagen der chemischen Industrie.

Auch die Tätigkeiten, die an solchen Anlagen durchgeführt werden, sind versichert. Auf der anderen Seite kann das so genannte Regressrisiko versichert werden.
Dieses beinhaltet Schäden durch Einwirkungen auf die Umwelt, die aus der Produktion, der Lieferung und Montage entstehen.

Ein Umweltschaden kann also solcher nicht eindeutig definiert werden. Innerhalb der Europäischen Union gibt es sogar nur wenige Staaten, die überhaupt eine Definition des Umweltschadens haben.

 

Doch was versteht man eigentlich unter einem Umweltschaden?

Allgemein werden darunter Schäden verstanden, die durch Einwirkungen von Stoffen, Geräuschen oder Drücken verursacht werden und die sich in der Umwelt, also in Boden, Wasser oder Luft, ausgebreitet haben.

Das individuelle Risiko bestimmt die Hohe der Prämie

Von Seiten der Umwelthaftpflichtversicherung werden Haftpflichtansprüche gedeckt, die Personen-, Sach- und Vermögensschäden beinhalten. Ausschlaggebend für die Gestaltung der Police sowie für die Höhe der zu zahlenden Beiträge ist das individuelle Risiko, das der jeweilige Antragsteller mitbringt.

So gibt es verschiedene Versicherungsbausteine für unterschiedliche Anlagetypen.

In der Umwelthaftpflichtversicherung sind nicht nur plötzlich auftretende Schäden an der Umwelt gedeckt, die zum Beispiel durch einen Unfall entstanden sind, sondern auch die so genannten Allmählichkeitsschäden. Diese Schäden entstehen aus dem normalen Betrieb. Die Versicherung tritt aber nur dann in Leistung, wenn die Anlagen konform geltenden Rechts sind und auf dem aktuellen Stand der Technik betrieben werden.

Die Umwelthaftpflichtversicherung kann nicht in Anspruch genommen werden beziehungsweise tritt nicht in Leistung, wenn gegen behördliche Vorgaben bewusst verstoßen wurde oder wenn Schutzgesetze verletzt wurden.

So genannte Kleckerschäden sind ebenfalls nicht versichert.
Wenn die Schäden bereits eingetreten waren, als der Versicherungsvertrag geschlossen wurde, übernimmt die Assekuranz ebenfalls keine Leistung.

Das gilt auch für Altlasten.
Treten also Schäden auf, die erst nachträglich auf einem erworbenen Grundstück bemerkt werden, kann die Umwelthaftpflichtversicherung nicht in Anspruch genommen werden.